Rund Bornholm 2012 - SG Wassersportfreunde Wusterhausen e.V.

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 Crew 2012
 

Skipper Winni

2. Skipper Rainer

Steuermann Mark

Steuermann Stephan

Steuermann und Navigator Holger

Steuermann und Navigator Lucas
Das Schiff

Hanse 385 



Rund Bornholm: Sechs Sieger und ein Untergang
Gestern (09.07.2012) um 13 Uhr war der Start zur diesjährigen Regatta “Rund Bornholm”. Mit einem neuen Teilnehmer-Rekord von 65 Startern nehmen in diesem Jahr mehr Yachten teil als bei der Regatta Rund Skagen 2012.
Irgendwie scheint der 270-Meilen Langstrecken-Klassiker Hanseboot Rund Bornholm von Warnemünde rund um die dänische Ostsee-Insel in diesem Jahr deutlich mehr Medien-Aufmerksamkeit zu erfahren als sonst - zumindest gefühlt. Das ist gut so und Schuld daran ist sicher nicht nur der durch alle Kanäle gepeitschte Untergang der KALLISTO...
Rund Bornholm ist ein taktisch äußerst anspruchsvolles Rennen, allein schon durch die den Teams freigestellte Rundungsrichtung. So fuhren allein schon von den vier führenden Booten zwei links um den Felsen (SEB2 & OPAL) und die anderen zwei (IMAGINE und ONE4ALL) im Uhrzeigersinn...Mit 63 gemeldeten Teilnehmern waren in Warnemünde etwa genauso viele Yachten am Start wie bei dem längsten und wohl härtesten deutschen Offshore-Rennen 'Rund Skagen' (das nur alle zwei Jahre im Rahmen der Nordseewoche stattfindet). Zwischen null und acht Windstärken war diesmal alles im Angebot bei (fast) durchgängigem Südwestwind, d.h. hin platt vor Laken und zurück schön auf den Kopp - Rekord adé!Dennoch Spannung pur: Allein der Start hatte es in sich, aus alter Tradition ging es los im Seekanal zwischen der Mittelmole und grüner Tonne 19. Ein äußerst enges Gelände für die drei Startgruppen, die am Montamittag bei frischem Südwestwind raumschots mit Steuerbordbug über die Linie geschickt wurden. Nicht selten hat's bei solchen Bedingungen schon gleich am Start geklingelt. Doch zum Glück blieb alles fair und die Teilnehmer hatten ohnehin genug Theater damit, gleich hinter den Molen ihre Spis und Gennis zum stehen zu kriegen (mehr oder weniger erfolgreich)...Bis Bornholm konnten die Blasen oben bleiben bzw. mussten es zum Teil auch, als die führenden Boote bei bis zu 35 Knoten Wind (8 Bft) mit 20+ Knoten Boatspeed über die relativ flache Welle fegten und das Tuch erst in Lee von Bornholm ohne Risiko wieder bergen. Auch der ein oder andere Sonnenschuss bleib nicht aus...In diesen oder ähnlichen Bedingungen (also durchaus Starkwind und Welle aber eigentlich noch kein Sturm) fuhr der 50 Fuß Performance Cruiser KALLISTO dann auf irgendetwas Hartes, was ihnen zunächst das Ruder und kurze Zeit später das ganze Boot kostete. Auch eine kleine „Hiddensee“ war heute ganz groß. Die “Blue Bird” vom Typ Hiddensee mit Steuermann Robert Kewitz vom Rostocker Segelverein Citybootshafen belegte in Yardstick Gruppe 3 den ersten Platz und gewinnt außerdem mit 2 Tagen, 7 Stunden und 56 Minuten nach berechneter Zeit.
Das kleinste Schiff mit etwa acht Metern Länge und vier Mann Besatzung kam Donnerstag Nacht um 3.20 Uhr ins Ziel.
Vom 2012er Rennen werden die Teams jedenfalls noch lange und viel zu erzählen haben. Anspruch und Bedeutung dieser Regatta bedürfen eigentlich keiner weiteren Legitimation.

Die Experten Crew überfüht die Sunrise von Lempkenhafen nach Warnemünde 
Verholen der Sunrise vom Alten Strom zum Yachthafen Hohe Düne 
Übernahme der Renn-Yacht "Keber"
Bunkern der Vorräte 
Technik und Kartencheck  
Gemeinsames Abendessen an Board der Keber vor dem großen Rennen. 
Steuermannsbesprechnung und Startvorbereitungen 
Das Rennen beginnt... 
Der erste Schaden lässt nicht lage auf sich warten, Gott sei Dank nicht an Bord der Keber...
... wer weiß was noch alles auf uns zu kommt.
 
Bildquelle: RostockSailing.de
Kurs Südspitze Bornholm 
6 - 8 kn Fahrt bei mittlerer Welle und 2. Ref

 
Der Sandmann war da und hat seinen Schlafsand verstreut ... 
... es gibt aber auch ausgeschlafene Crewmitgleider.
 

Ostseite Bornholm Richtung Norden
30 kn Wind, kurze Welle, 8 kn Fahrt nur mit der Selbstwendefock


Dienstag Nachmittag, Warnemünde wir kommen...
... der Wind macht dann mal Pause nach dem er sich die letzten 12 Stunden ausgetobt hat.

Dienstagnacht bis Mittwoch Vormittag 


... der Wind lässt uns nicht im Stich. Am Mittwochnachmittag frischt er wieder auf und bringt dann leider auch den Regen mit...   

 
Die letzten Meilen werden bei guter Laune in Angriff genommen.
Donnerstag früh 6 Uhr. Es ist fast geschafft, Warnemünde und Ziel sind in Sicht. Die Anstrengungen der letzten Stunden stehen jedem im Gesicht (Starker Wind, Regen von links nach rechts und immer ins Gesicht..., Probleme mit der Bordelektronik lassen uns nur noch auf Sicht segeln)
Anmeldung bei der Wettfahrtleitung per Handy und nicht per Funk, da wir keinen Saft mehr haben, die Maschine läd die Batterien nicht auf...
 

Zieldurchfahrt Donnerstag 6:47
Es ist geschafft... Nach 2 Tagen und 17 Stunden sind wir wieder wohlbehalten zurück in Warnemünde
Alles auf einen Blick
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